Emerging Markets - Gewinner des Jahres 2014

8. April 2014

Die Zinslandschaft kommt nun wieder langsam in Bewegung. Die US-Notenbank unter der neuen Chefin Janet Yellen deutet eine frühzeitigere Veränderung in der US Zinspolitik an. Nun kann es schon in der ersten Jahreshälfte 2015 zu ersten Zinserhöhungen kommen. Die EZB diskutiert dagegen aufgrund der sinkenden Inflationsrate in Euroland “aussergewöhnliche Massnahmen” für eine expansivere Notenbankpolitik. Dies sollte den Euro mittelfristig schwächen. Allerdings ist bis zur Europawahl Ende Mai 2014 keine stärkere Änderung des EUR-USD-Wechselkurses zu erwarten. Die europäische Politik möchte damit mögliche Zugewinne “Eurofeindlicher Parteien” bei den Wahlen verhindern.
Mittlerweile schwingen sich die Verlierer des Jahres 2013 zu den Gewinnern 2014 auf - die Emerging Markets Währungen. Die Gelder kehren nach den starken Abwertungen und den erfolgten teils massiven Zinserhöhungen wieder in diese Länder zurück. Somit gehören diese zu den interessantesten Investitionsobjekten in 2014.
Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Ihr
Jürgen Wechsler

Zinssenkung der EZB und gute Daten

12. November 2013

Die letzte Woche brachte mit der schnellen Leitzinssenkung der EZB eine faustdicke Überraschung. Draghi wollte ursprünglich für mehr Transparenz sorgen und Massnahmen vorher zeitlich ankündigen. Da sieht man mal wieder wie stark er zu seinem Wort steht und wie vertrauensvoll er ist. Die Entscheidungsfindung im EZB-Rat hat nun eines gezeigt: die stabilen Kernstaaten sind isoliert. Da die Länder unabhängig von deren Wirtschaftskraft mit einer Stimme im Rat vertreten sind, braucht Draghi nur einen Konsens unter den Schwachländern, um eine Zinssenkung im Rat durchzuboxen. Angesichts der Wirtschaftsschwäche in vielen EURO-Ländern, wer sollte dazu von denen schon nein sagen. Die stabilen Kernländer können sich dagegen nicht mehr wehren und sind ausgegrenzt. Ein Fehler im System. Nicht von ungefähr wird Draghi nachgesagt er plane eine Liraisierung des Euro, um die Wettbewerbsfähigkeit vieler Peripherieländer wieder herzustellen. Und dies ist nun leichter denn je für ihn darstellbar. Wenn der US-Dollar nicht selbst schon mit größeren Problemen kämpfen würde, so müsste der Euro zukünftig den Weg der ehemaligen Südstaatenwährungen gehen - nach unten. Die USA berichteten vergangene Woche gute Arbeitsmarktdaten und der US-Dollar konnte sich nochmals leicht stärken. Mittlerweile hat der Euro wieder einen Boden gefunden und steigt erneut an - der gewollte Effekt der EZB der EUR-Abwertung scheint schon wieder verpufft zu sein.
Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Ihr
Jürgen Wechsler

Euro vor kurzfristiger Aufwertung

21. Oktober 2013

Das lange Warten hatte nun endlich ein Ende. Die Debatte um die US Schuldenobergrenze wird vertagt auf Januar – aufgeschoben, aber nicht aufgehoben ist dabei das Motto. Die Republikaner in den USA können nun einen neuen Anlauf nehmen und verlorenes Terrain zurückgewinnen in einem Kampf gegen Windmühlen. Bei der Schuldendebatte sitzt Obama einfach am längeren Hebel – und hat immer die Möglichkeit am Schluss als Held dazustehen. Diese Aktion um die Schuldenobergrenze in den USA hat weltweit für Verunsicherung gesorgt und Gelder sind aus dem US-Dollar abgezogen worden. Ein Profiteur davon war in den vergangenen Wochen der Euro. Denn dort gibt es momentan keine neuen Nachrichten. Und keine Nachrichten sind aus Sicht der Märkte gute Nachrichten. Und dieses Stadium kann auch noch einige Wochen anhalten. Die Koalitionsverhandlungen in Deutschland laufen und sollen bis … Weihnachten abgeschlossen sein – eine Farce. Somit werden die schrecklichen Nachrichten aus der Eurozone geschoben, bis der Zahler Europas Deutschland wieder handlungsfähig ist. Und dann dürfte es Schlag auf Schlag gehen. Bis dahin kann sich der Euro noch weiter gegenüber dem US-Dollar befestigen. Wenn eine neue deutsche Regierung steht, so könnte der Euro danach erst mal abtauchen. Dann wäre wieder mal der US-Dollar für eine Zeitlang der Einäugige unter den Blinden.

Notenbanken: Währungen kaufen oder nicht kaufen – das ist hier die Frage.

12. September 2013

Vermindert nun die US-Notenbank die Aufkäufe der Anleihen – vielleicht wissen wir nach der US Notenbanksitzung kommende Woche mehr. Mittlerweile hat die US-Notenbank unglaubliche 31% der 10-jährigen US-Staatsanleihen im Bestand. Eine Sache die mit unabhängiger Notenbankpolitik nichts mehr zu tun hat, sondern der Staatsfinanzierung eines Dritte Welt Landes gleichzusetzen ist. Aber die US-Notenbank ist nicht alleine, die eigene Währung „zum Wohle von Wachstum und Beschäftigung“ zu unterminieren.
Trotz der Beteuerungen beim G20 Meeting im April diesen Jahres von wettbewerbsverzerrenden Währungsabwertungen Abstand zu nehmen, scheint es, dass alle G10-Regierungen lieber eine schwächere Währung hätten:
- Die Schweizer Nationalbank versucht immer noch den Schweizer Franken am Anstieg zu hindern
- Die Europäische Zentralbank hätte den EURUSD-Wechselkurs lieber unter 1,3000
- Die US-Notenbank hätte den Kurs lieber über 1,3000
- Die japanische Notenbank senkt fast schon fanatisch den Wert des Japanischen Yen soweit es geht
- Die Bank of England scheint sich nach den Aussagen des neuen Notenbankchefs kanadischer Herkunft für eine weitere Abwertung des Britischen Pfund zu positionieren
- Die Australische Notenbank hat es geschafft den Australdollar im Wert runterzureden und auch die neuseeländische Notenbank scheint nun mit dieser Taktik Erfolg zu haben.
Leider ist es nicht möglich gleichzeitig einen schwachen USD, EUR, JPY, GBP, CHF, AUD und NZD relativ zueinander zu haben.
Aber die Notenbanken werden damit weitermachen, solange die Inflation unter Kontrolle zu sein scheint. Diese kann durch statistische Maßnahmen leicht niedrig gehalten werden. Und die ausarbeitenden Wissenschaftler werden vom Staat bezahlt – ein Teufelskreis zu Lasten der jeweiligen Personen, die in dieser Volkswirtschaft leben – ein Vorteil für die Politiker und Notenbanken.
Die momentane Gemengelage an den Finanzmärkten ist ein unangenehmer Cocktail. Rechnen Sie im Herbst und Winter mit Verwerfungen an den Kapitalmärkten – und Schwankungen an den Währungsmärkten, so wie zuletzt in einigen Emerging Markets Währungen. Halten Sie Ihre Risiken gering – dann werden Sie belohnt.
Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Ihr
Jürgen Wechsler

Schwächt China zukünftig die eigene Währung

4. August 2013

An den Märkten hat sich eine gewisse Ruhe eingespielt - bis zur Bundestagswahl sollte nichts anbrennen. Frau Merkel hat anscheinend für die Zeit nach der Wahl weltweit schon einiges zugesagt - um diese Ruhe bis zur Wahl zu haben. Zuletzt hatte Herr Barroso ein paar Worte zu sagen - durch mögliche Hilfsgelder für sein strauchelndes Heimatland Portugal konnte er recht schnell zum Schweigen gebracht werden. Also ist momentan die Ruhe vor dem Sturm - nach der Wahl sollten Sie sich anschnallen, da wird es Schlag auf Schlag gehen und die Kapitalmärkte kräftig durcheinander wirbeln.
Gehen wir nun über zu China. In meinem letzten Artikel ging ich auf die Abwertung von Nebenwährungen ein. Stellen wir dies nun auch in einen Gesamtzusammenhang mit China. Die Chinesen hatten einen sichtbaren Zuwachs bei deren Devisenreserven in den vergangenen 12 Jahren. Und sie haben nun mehr als 3 Billionen USD an Reserven - das meiste davon in USD investiert. Und die chinesische Währung hat in dieser Zeit aufgewertet. In der Theorie hat China auf den Reserven Währungsverluste. Auf der anderen Seite, weil China einen riesigen Handelsüberschuss mit dem Rest der Welt und insbesondere Mit den USA hat, gab es zudem einen großen Know-How Transfer im Bereich Technologie nach China. Da China für die USA und andere Staaten produziert hat. Somit ist der Verlust bei den Währungsreserven nur ein kleiner Preis den China zahlen musste im Vergleich zu den Vorteilen, die China durch den Technologietransfer erhalten hat.. Nun in einigen anderen Fälle gab es auch aufwertende Währungen in Asien - bis zuletzt. Möglicherweise haben diese Währungen in Asien nun Währungsgewinne bei ihren Devisenreserven, da die Reserven zumeist in USD gehalten werden und sich die eigene lokale Währung abgeschwächt hat. Wenn sich Chinas Wirtschaft noch weiter abschwächt, so könnten diese Währungen weiter an Wert verlieren. Wenn Sie Japan betrachten, so sehen Sie, wo die Reise hingeht, wenn diese starten immer mehr Geld zu drucken - ein schwächelnder Yen. Also haben sich die Koreaner wegen der Wettbewerbsfähigkeit überlegt - was die Japaner tun, sollten wir auch tun. Wenn sich nun die Wirtschaft in China weiter abschwächen sollte, so könnten auch die Chinesen auf den Gedanken kommen ihre eigene Währung zu schwächen. Somit würde der Protektionismus weltweit weiter voranschreiten - dieses Mal über Währungsmanipulation. Behalten Sie die chinesische Währung im Auge.
Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Ihr
Jürgen Wechsler

Abwertung der Nebenwährungen bereits zu Ende?

3. Juli 2013

Die Zeiten werden wieder schwankungsintensiver an den Kapitalmärkten. Die Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke nach der jüngsten Zinssitzung haben die Kapitalmärkte auf Talfahrt geschickt. Insbesondere Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren mit längerer Laufzeit oder schwacher Bonität wurden an den Kapitalmärkten stark verkauft. Dies brachte auch viele Nebenwährungen unter Druck. Weltweit verloren diese auf breiter Front gegen EUR und USD an Boden. Es wird derzeit von grossen Kapitalanlegern Liquidität gesucht und verkauft, was zu verkaufen ist. Die große Frage: Sind wir da schon am Ende. Wenn ich mir das Gesamtbild ansehe, so ist dies meiner Meinung nach mit “NEIN” zu beantworten. Auf den Kapitalmärkten dürften uns ein paar ruppige Monate bis Ende des Jahres bevorstehen - und damit auch eine weitere Abwertung der Nebenwährungen. Interessanterweise konnte auch die Japanische Notenbank den Japanischen Yen in den vergangenen Wochen nicht mehr richtig weiter abwerten. Zu groß ist der Liquidationsdruck Japanische Yen zu kaufen um spekulative Kredite im Japanischen Yen zurückzuführen (s. auch meinen letzten Beitrag im Blog).
Also schnallen Sie sich an, verriegeln Sie Ihr Kapitalmarkthaus und gehen Sie auf Nummer sicher. Ungesicherte Positionen können Ihnen sonst in den kommenden Monaten schlaflose Nächte bereiten.
Falls Sie als Unternehmen Geschäftsbeziehungen mit Ländern in Asien, Osteuropa und Südamerika haben - so rechnen Sie mit größeren Zahlungsverzögerungen in den kommenden Monaten. Ihre Geschäftspartner hoffen auf bessere Kurse.
Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Ihr
Jürgen Wechsler

USD-JPY der Schwanz, der mit dem Hund wedelt

14. Juni 2013

Wie bereits im Blog vom 14. Februar 2013 beschrieben, hat nun die Rückzahlung von JPY-Krediten zu deutlichen Einbrüchen an den Weltbörsen geführt. Insbesondere die Schwellenländer mussten Federn lassen. Offiziell geht es nur um ein (marginale) Herabsenkung der Prognosen für die weitere Wirtschaftsentwicklung bzw. Angst vor möglichen steigenden Zinsen in den USA. Alles nur Geschwafel der Massenmedien, die Ihnen ja immer eine schön aussehende Erklärung liefern müssen. In Wahrheit mussten viele Positionen schnell liquidiert werden, um eiligst zurückgeforderte JPY-Kredite tilgen zu können. Die zuvor so auf Abwertung und Ausbau der Geldmenge bedachte Bank of Japan ist seit Tagen nicht zu erkennen. Was wird hier gespielt? Zuvor kamen fast täglich Kommentare der Bank of Japan oder der japanischen Regierung um den Japanischen Yen zu drücken. Und jetzt gewinnt er gegen den US-Dollar in knapp 2 Wochen knapp 10%. Wir müssen uns die kommenden Wochen weiterhin das Wechselkursverhältnis USD-JPY ansehen um die Entwicklungen an den Kapitalmärkten zu verstehen. EUR-USD ist in diesem Zuge mit nach oben gezogen worden. Spekulative EUR-Verkäufe mussten Schrittweise eingedeckt werden.
Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Ihr
Jürgen Wechsler

EZB Zinssenkung - Verzweiflungstat?

13. Mai 2013

Nun hat die EZB am 2. Mai 2013 die Zinsen weiter gesenkt. Offiziell soll laut EZB-Präsident Draghi mit den niedrigen Zinsen die Rezession im Euroraum bekämpft werden. Doch was kann eine weitere Zinssenkung bei bereits annähernd Nullzinsniveau noch für eine wirkliche Auswirkung haben? Egal, die Presse feiert die EZB für ihr “umsichtiges” Handeln und weil von der “unabhängigen” Notenbank das getan wurde, was von ihr verlangt wurde. Eher eine Verzweiflungstat als planvolles Vorgehen. Der EZB geht nun langsam das Pulver aus. Und nun wird ein altbekanntes Konzept wieder als das heilbringende ausgegraben, das schon von der EZB in den Jahren um 2004/2005 in den Himmel gelobt wurde - die ABS (Asset Backed Securities) Transaktionen. Die ABS hören sich erst mal gut an und verkaufen sich auch beim Volke gut - die Banken können damit Ihre Kreditbücher entlasten, können sich gesunden und haben wieder Platz für “neue produktive Kredite”. Zum Glück vergisst der Mensch recht schnell. Denn die ABS-Transaktionen waren maßgeblich am Ausmaß der Finanzkrise beteiligt - so mancher Inhaber eines “sicheren” Geldmarktfonds kann sich vielleicht noch an die Wertverluste 2008 erinnern. Die EZB agiert nach dem Motto: Wenn Du ein Feuer löschen möchtest, dann gieße Flüssigkeit drauf - am besten Benzin, ist ja auch flüssig. Soweit zu den Ideen der “Profis” für Geldwertstabilität. Die Zinssenkung der EZB könnte in den kommenden Wochen den EURO noch etwas angeschlagen lassen. Denn es werden einige Kredite von USD auf EUR nach der Zinssenkung umgeschichtet werden - und das bedeutet auch Kauf USD Verkauf EUR.
Japan hingegen ist weiterhin voll dabei die eigene Währung weiter abstürzen zu lasse, um das Inflationsziel von 2% und Wettbewerbsvorteile bei den Exporten zu erreichen. Die Geldmenge in Japan wird sich wohl bis Ende 2014 verdoppeln!! Der JPY-Kurs hat nun gegen USD die Marke von 100 erreicht. Und schon machen Gerüchte die Runde über ein Kursziel Japans von 140-160 JPY pro USD.
Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Ihr
Jürgen Wechsler

Die Lehren aus dem Zypern Debakel

21. März 2013

Das Thema Zypern beherrscht derzeit die Schlagzeilen. Aus der desolaten Vorgehensweise der EU und des IWF sollten wir als Unternehmer einige Lehren ziehen. Denn es hat sich durch das Vorgehen ein grundlegender Wandel ergeben. Der “Testfall” Zypern soll erstmals eine Enteignung von Bankguthaben bringen durch einen direkten staatlichen Eingriff auf die Konten und “Bankferien” - so etwas sind Vorgehensweisen aus längst vergessenen kommunistischen Zeiten. Was würde bei Ihnen passieren, wenn Sie zwei Wochen lang kein Bargeld erhalten und nicht über Ihre Kontoguthaben verfügen können? Wie würde sich das auf Ihre Geschäfte und Ihr Privatleben auswirken?
Und was einmal getan wird, kann auch auf andere Länder übertragen werden - so hat es die Vergangenheit gezeigt.
Was können also persönliche Konsequenzen sein?
1. Ein Bankkonto ausserhalb der EU, um flexibel zu bleiben, dem Zwangszugriff für diesen Teil zu entgehen und internationalen Zahlungsverpflichtung für die eigenen Waren- und Dienstleistungsgeschäfte nachkommen zu können.
2. Guthaben z.B. auch bei Kreditkartengesellschaften unterhalten, um per Kreditkarte noch verfügen zu können
3. Erhöhte Bargeldhaltung, um “Bankferien” zu überstehen
4. Statt Bankguthaben Gelder in Wertpapieren wie Geldmarktfonds oder anderen Investmentfonds halten - diese werden nicht angetastet.
Das endgültige Ziel der EU-Junta dürften Kapitalverkehrskontrollen sein. Als Begründung dürfte gelten, um die Zahlungsströme zu kontrollieren und damit die Spekulanten nicht einfach Volkswirtschaften durch Kapitalabzug ruinieren können, was ja sozial ungerecht ist. Auf den Grund des Kapitalabzuges - der Mißwirtschaft in den Ländern - wird geflissentlich nicht eingegangen. Und die Kontrolle über Ihr Kapital. Denn wenn Sie das Geld dann nicht mehr ausser Landes bringen können, ist der Zugriff noch wesentlich einfacher. Auch für diese Kapitalverkehrskontrollen ist ein Bankkonto ausserhalb der EU sehr hilfreich, um weiterhin den eigenen Geschäften nachgehen zu können.
Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Ihr
Jürgen Wechsler
www.fxtrainer.de

Der Japanische Yen und China

7. März 2013

Die japanische Regierung hat mittlerweile durchblicken lassen, dass sie den Japanischen Yen nicht mehr als internationale (Haupt-)Währung sehen möchte. Derzeit ist der jap. Yen gemäß der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich auf Platz 3 der Hauptwährungen. Die Verzweiflung über die Lage in Japan muß daher schon groß sein, wenn die eigene renommierte Währung demontiert werden soll. Es werden weiterhin die Maßnahmen versucht, die schon in den letzten 20 Jahren keine nachhaltige Wirkung gezeigt haben. Derzeit werden wieder verstärkt Kredite in Japanischen Yen aufgenommen und in den westlichen Aktienmärkten angelegt. Daher auch der Boom trotz konjunkturell dunkler Wolken. Es gibt jedoch einen Teilnehmer am Markt, der die Pläne Japans eingrenzen könnte - und das ist China. Zum ersten leidet der chinesische Export unter einem sehr schwachen Yen - und das passt nicht in den 5-Jahresplan Chinas. Zudem schwelt weiterhin der politische Konflikt um eine als rohstoffreich eingeschätzte Inselgruppe im südchinesischen Meer. Peking könnte als Racheaktion einfach anfangen Yen zu kaufen - und damit die Taktik und Wirtschaft Japans zu schwächen. Vielleicht macht dies Japan gefügiger im Streit um die Inseln.
Der Abwertungswettlauf zwischen den Währungen geht also weiter. Und mal ist die eine Währung schwächer und mal die andere. Dabei bemerken wir gar nicht mehr, wie die Währungen selbst insgesamt ausgehöhlt und wertlos gemacht werden.

Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Ihr
Jürgen Wechsler
www.fxtrainer.de