Offene Staatsfinanzierung durch US-Notenbank

Die US-Notenbank (FED) hat nun erstmals konkrete Zielmarken für die Geldpolitik veröffentlicht. Der seit 4 Jahren bei Null verharrende Leitzins soll nicht angehoben werden, bis die offizielle Arbeitlosenquote auf 6,5% sinkt und eine Inflationsrate auf Sicht von zwei Jahren von höchstens 2,5% erwartet werde. Zwar sind dies nun endlich mal konkrete Zahlen, jedoch handelt es sich bei der Arbeitslosenquote und der Inflation um eine der am meisten durch die Statistiker der USA manipulierten Zahlen. Somit sind diese Messgrößen für eine Zinsanhebung nur Augenwischerei, da diese recht beliebig durch die staatlichen US-Statistiker gesteuert werden können.
Es macht viel mehr den Weg frei für eine weitere Finanzierung der US-Staatsschuld zu einem niedrigen Zins.
Und bei der Verschuldung hilft die US-Notenbank wieder kräftig mit. Nun kommt es zur offenen Staatsfinanzierung durch die US-Notenbank. Pro Monat sollen nun direkt bis zu USD 45 Mrd. an US-Staatsanleihen ohne zeitliche Begrenzung aufgekauft werden. Warum gibt es da keinen Aufschrei in der Mainstream Presse???? Das sind pro Jahr mehr als der gesamte Staatshaushalt der Bundesrepublik Deutschland! Bisher wurden offiziell nur Hypothekenpapiere in Höhe von USD 40 Mrd. pro Monat aufgekauft. Nur: die langfristigen Anleihen der USA finden immer weniger Abnehmer. Die Anleger sehen immer mehr Risiko ohne Rendite in den US-Staatspapieren. Daher springt die US-Notenbank nun ein, damit die Schuldenorgie in den USA weitergehen kann und die bereits nicht laufende Konjunktur noch weiter abgewürgt wird.
Für Europa wird es in 2013 schwierig werden. Die USA und Japan wollen Ihre Währungen klar abwerten. In Europa wird dann in 2013 der steigende Euro als “Erfolg der Krisenbekämpfung in Europa” verkauft. Der Einäugige ist unter den Blinden der König heißt es. Für diesen “glorreichen Sieg über die Kapitalmärkte” wird EURO-Land mit weiter sinkender Wettbewerbsfähigkeit über einen steigenden Euro bestraft. Und das wird die Probleme in den angeschlagenen EURO-Ländern im Verlauf des Jahres 2013 wieder verschärfen, sodass Rettungspakete für die Rettungspakete geschnürt werden. Insbesondere in Frankreich werden die Probleme virulenter werden und die Solidarität der Deutschen gefordert sein.
Konkrete Zahlen zur Währungsentwicklung gibt es für die Abonnenten meiner Premiuminhalte.
Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg auch in 2013
Ihr
Jürgen Wechsler
www.fxtrainer.de

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