Japan provoziert weitere Währungsabwertungen

14. Februar 2013

Der Japanische Yen hat in den vergangenen drei Monaten 25% abgewertet. Die Regierung Japans um Shinzo Abe möchte auf Kosten der anderen Staaten die eigene Wirtschaft mit einer Währungsabwertung ankurbeln. Das hat nun die G7 und G20 auf den Plan gerufen und erste Proteste werden laut gegen diese Abwertungspolitik.
Japan möchte endlich wieder Inflation haben! Und die Notenbank soll dabei kräftig mithelfen. Auf den Sitz der “unabhängigen” japanischen Notenbank kommen nun Lakaien der Regierung in Tokio. Folgende Massnahmen sollen die Inflation (Zielinflation 2% p.a.) ankurbeln:
- unbefristeter Kauf von Staatsanleihen durch die Notenbank (monatlich ca. EUR 100 Mrd. Gegenwert)
- Abwertung der eigenen Währung (importierte Inflation und als Nebeneffekt eine wettbewerbsfähigere Wirtschaft)
- weitere schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme
Statt Strukturreformen wird die einfachere Abwertung genutzt und weiter Schulden gemacht. Japan braucht 25% des Staatshaushalts bereits für die jährlichen Zinszahlungen. Und das bei einer Rendite für 10-jährige Staatsanleihen von 0,7%. Was passiert wenn die Zinsen mal wieder auf 2% p.a. steigen sollten?

Diese Abwertungspolitik Japans ist den USA ein Dorn im Auge. Denn erst wollten diese abwerten, um ihre eigene Wirtschaft flott zu bekommen. Jetzt hat USA einen Konkurrenten bei der Abwertung. Und der hat nicht um Erlaubnis gefragt.
Das Praktische für die Staaten ist: Je mehr immer wieder die eine Währung gegenüber der einer anderen Währung zyklisch abwertet, desto weniger merken die Marktteilnehmer, dass die Währungen selbst nichts mehr wert sind. Sie werden ja nur noch relativ gegeneinander verglichen.

Große Kapitalsammelstellen sind momentan stark einseitig gegen den Japanischen Yen positioniert.
Im März könnte nun eine stärkere Korrektur einsetzen, die auch die Kapitalmärkte nicht kalt lassen wird. Japanische Yen werden dann wieder zur Rückzahlung von JPY-Krediten gekauft. Und auch die damit erworbenen Vermögensgegenstände wie Aktien und Anleihen (ist eher ein Schuldversprechen als ein Vermögensgegenstand) müssen dann wieder veräußert werden.
Schon zu Cäsars Zeiten galt: Vorsicht vor den Iden des März!

Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Ihr
Jürgen Wechsler
www.fxtrainer.de

Anteil der Notenbanken an Staatsschulden steigt

21. Januar 2013

Die US-Staatsverschuldung liegt nach den offiziellen Statistiken bei derzeit ca. 16,3 Billionen USD und wächst pro Jahr um rund 1 Bio. USD weiter. Somit dürfte Ende 2014 die Marke von 18 Bio. USD überschritten werden. Dann wird die US-Notenbank voraussichtlich 28% der US-Staatsschulden halten. Verglichen dazu hat die Bank if England angesichts der noch schlimmeren Lage in UK bereits jetzt 35% der britischen Staatsschulden erworben. Es gibt in Grossbritannien bereits Pläne später die britischen Staatsschulden bei der Bank of England einfach zu streichen! Die Rückzahlung ist scheinbar nicht mehr geplant. Die EZB verfolgt diesen Kurs etwas gemäßigter. Sie hat schätzungsweise um die 3% der Euro-Staatsschulden aufgekauft. EZB-Chef Draghi hatte Anfang September Schritte angekündigt, aber kaum gehandelt. Trotzdem sind die Renditen in den Problemländern wieder gesunken. Und Herr Draghi hat damit noch Reserven, falls sich die Situation wieder verschärfen sollte.
Der Anteil der Notenbanken an den Staatsschulden steigt somit stetig an. Dies legt den Grundstein für eine deutlichere internationale Abwertung dieser Währungen.
Und die Abwertung ist durchaus von diesen Ländern gewollt. Ist es doch eine der einfachsten Maßnahmen, um global wettbewerbsfähig zu werden oder zu bleiben.
Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Ihr
Jürgen Wechsler
www.fxtrainer.de

Offene Staatsfinanzierung durch US-Notenbank

21. Dezember 2012

Die US-Notenbank (FED) hat nun erstmals konkrete Zielmarken für die Geldpolitik veröffentlicht. Der seit 4 Jahren bei Null verharrende Leitzins soll nicht angehoben werden, bis die offizielle Arbeitlosenquote auf 6,5% sinkt und eine Inflationsrate auf Sicht von zwei Jahren von höchstens 2,5% erwartet werde. Zwar sind dies nun endlich mal konkrete Zahlen, jedoch handelt es sich bei der Arbeitslosenquote und der Inflation um eine der am meisten durch die Statistiker der USA manipulierten Zahlen. Somit sind diese Messgrößen für eine Zinsanhebung nur Augenwischerei, da diese recht beliebig durch die staatlichen US-Statistiker gesteuert werden können.
Es macht viel mehr den Weg frei für eine weitere Finanzierung der US-Staatsschuld zu einem niedrigen Zins.
Und bei der Verschuldung hilft die US-Notenbank wieder kräftig mit. Nun kommt es zur offenen Staatsfinanzierung durch die US-Notenbank. Pro Monat sollen nun direkt bis zu USD 45 Mrd. an US-Staatsanleihen ohne zeitliche Begrenzung aufgekauft werden. Warum gibt es da keinen Aufschrei in der Mainstream Presse???? Das sind pro Jahr mehr als der gesamte Staatshaushalt der Bundesrepublik Deutschland! Bisher wurden offiziell nur Hypothekenpapiere in Höhe von USD 40 Mrd. pro Monat aufgekauft. Nur: die langfristigen Anleihen der USA finden immer weniger Abnehmer. Die Anleger sehen immer mehr Risiko ohne Rendite in den US-Staatspapieren. Daher springt die US-Notenbank nun ein, damit die Schuldenorgie in den USA weitergehen kann und die bereits nicht laufende Konjunktur noch weiter abgewürgt wird.
Für Europa wird es in 2013 schwierig werden. Die USA und Japan wollen Ihre Währungen klar abwerten. In Europa wird dann in 2013 der steigende Euro als “Erfolg der Krisenbekämpfung in Europa” verkauft. Der Einäugige ist unter den Blinden der König heißt es. Für diesen “glorreichen Sieg über die Kapitalmärkte” wird EURO-Land mit weiter sinkender Wettbewerbsfähigkeit über einen steigenden Euro bestraft. Und das wird die Probleme in den angeschlagenen EURO-Ländern im Verlauf des Jahres 2013 wieder verschärfen, sodass Rettungspakete für die Rettungspakete geschnürt werden. Insbesondere in Frankreich werden die Probleme virulenter werden und die Solidarität der Deutschen gefordert sein.
Konkrete Zahlen zur Währungsentwicklung gibt es für die Abonnenten meiner Premiuminhalte.
Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg auch in 2013
Ihr
Jürgen Wechsler
www.fxtrainer.de

Ein neuer Trend in den USA

27. November 2012

Die Wahlen in USA haben Barack Obama im Amt bestätigt. Das heisst nun für die USA in den kommenden Jahren weiterhin hohe Defizite im Haushalt, um die Sozialprogramme zu finanzieren. Durch das fehlende Wachstum (nur die offiziellen Zahlen zeigen ein Wachstum auf, real nicht) sind immer mehr Amerikaner mit geringem Einkommen ausgestattet und leben von Lebensmittelmarken. Damit geht das Gelddrucken der Notenbank weiter, um den Menschen in USA weiterhin die Hoffnung auf den “Change” zu neuem Wachstum offen zu halten. Möglichst auch durch Abwertung und Verwässerung des US-Dollar, um den Export anzukurbeln.
Derweil entwickelt sich ein neuer Trend in den USA : Re-Sourcing. Die Produktion wird wieder in die USA zurückverlagert oder hinverlagert. Utensilien wie z.B. Plastikbecher werden nun wieder in heimischer Fertigung hergestellt. Produktdomänen der vor allem chinesischen Hersteller werden nun wieder in den USA selbst hergestellt, statt diese mit teuren Frachtkosten in die USA zu importieren. Sieht man sich die Aussenhadelsstatistiken an, so gibt es einen Gewinner der Entwicklung: die deutschen Maschinenbauer. Deren Qualität ist in Amerika für die Produktionskapazitäten des Re-Sourcing sehr beliebt und die Ausfuhren in die USA der Deutschen Unternehmen steigt immer mehr an. Die US-Unternehmen bezahlen meist mit den US-Dollars. Und durch die obenangeführten Gründe sollten Sie mittelfristig mit einem schwächeren US-Dollar rechnen. Die US-Regierung jedenfalls baut darauf. Seien Sie wachsam bei Ihren US-Verträgen. Die US-Unternehmen zahlen gerne auch in US-Dollar, obwohl der Vertrag auf EURO lautet.
Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Ihr
Jürgen Wechsler
www.fxtrainer.de

Schmusekurs um Griechenland

28. Oktober 2012

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass die Rhetorik Richtung Griechenland sanfter geworden ist? Die Griechen haben zwar die Abmachungen nicht eingehalten und brauchen weiterhin viel Geld. Jedoch werden sie aller orten für ihre Fortschritte gelobt. Nach den letzten Besuchen in Griechenland ist der Ton deutlich anders geworden. Selbst Herr Schäuble mimt den Schmusekater beim Thema Griechenland. Was haben die Griechen erzählt bzw. mit was haben diese gedroht, dass alle nur noch mit Wackeldackelköpfen bei neuen Anforderungen rumlaufen? Was ist da passiert? Wir werden es wohl erst nach dem Ende des EURO erfahren…
Derweil hat Draghi bei seinem Termin in Berlin es auch wieder als völlig normal hingestellt, dass die Notenbank den Staat finanziert. Ja das es schon fast zu den Aufgaben gehört, dass die EZB mit Geld für die Stabilität in den Ländern gehört. Der ursprünglich nach aussen getragene Gedanke bei der Gründung der EZB ist damit absolut obsolet. In Europa sind an den entscheidenden Schaltstellen vornehmlich Personen, die aus “instabilen” Wirtschaftsländern Europas stammen. Diese haben Staatsfinanzierung und Inflation schon mit der Muttermilch aufgesogen. Warum sollten diese etwas an ihrer grundlegenden Einstellung ändern? Ist doch bequemer das ganze wie immer zu machen und irgendwann wieder neu zu starten. Der EUR-USD-Kurs ist wie angekündigt bis zu den US-Wahlen um die 1,30 USD pro EUR festgenagelt. Die Spannung steigt. Die Wahlprognosen werden immer enger.
Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Ihr
Jürgen Wechsler
www.fxtrainer.de

Warten auf die US-Wahl

9. Oktober 2012

Das große Warten auf die US-Wahlen nimmt immer breitere Kreise ein. Nun hat auch die EU-Kommission entschieden erst nach den US-Wahlen weitere Entscheidungen über die Zuteilung neuer Gelder zu geben, d.h. die Geldspritzen aus dem Rettungsschirm z.B. für Zypern. Derweil köchelt es in Spanien. Den Matadoren geht die Puste, respektive die Liquidität aus. Aber erst mal nix zugeben, “ist doch alles soweit in Ordnung und schaut Euch erst mal die Italiener statt uns Spanier an. Denen gehts doch erst recht nicht gut.” Also Ablenkung und täuschen und tarnen an allen Ecken.
Rechnen Sie damit, dass der EUR-USD-Wechselkurs erst mal bei 1,30 USD pro EUR eine Pause einlegt und bis zu den US-Wahlen mehr um diesen Wert schwankt. Die US-Administration und Bernanke können vor den Wahlen keine Unruhe an den Kapitalmärkten vertragen. Nach den Wahlen darf dann der US-Dollar wieder stärker abwerten um die Wirtschaft anzukurbeln um andere Wahlversprechen nicht einhalten zu müssen.
Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Ihr
Jürgen Wechsler
www.fxtrainer.de

Auch die FED druckt weiter Geld

20. September 2012

Nun hat auch die US-Notenbank ein weiteres Programm angekündigt Wertpapiere aufzukaufen - Hypothekenpapiere. Aber warum? Hier dient ein Blick hinter die Kulissen - in die US-Wirtschaft und in die politischen Gegebenheiten.
Starten wir mit der US-Wirtschaft. Die US-Wirtschaft ist zu einem hohen Anteil konsumabhängig. Nun kommen immer mehr Baby Boomer ins Rentenalter. Diese hatten Ihre Altersvorsorge in den Aktienjahrzehnten der 80er und 90er auf den Aktien aufgebaut und haben häufiger einen Aktienanteil von über 50%. Nun wollen sie diese im Rahmen des Ruhestands sukzessive verkaufen. Die Aktienkäufer fehlen nun. Mit sindkenden Aktienkursen würde der Wohlstand und der Konsum immer mehr sinken. Der zweite Teil der Altersvorsorge sind z.B. Häuser. Und hier die umgekehrte Hypothek, d.h. die Bnk zahlt an den Eigentümer in Raten den Wert des Hauses aus. Niedriger Hauswert = niedrige Rente = geringerer Konsum. Neben der geschaffenen Arbeitsplätze in der Bauindustrie kümmert sich die US-Fed also auch um eine der Stützen des Konsums - den Baby Boomer Rentnern. Nun sollen mit der neugeschaffenen Liquidität der Hausmarkt und der Aktienmarkt stabilisiert werden.
Der zweite Grund für die neue Aktion ist eine persönliche des Herrn Bernanke. Die Republikaner mögen Bernanke nicht. Sollten die Republikaner an die Macht kommen, so würde Bernanke bei nächster gelegenheit abgesetzt werden - aber wer will schon einen so mächtigen Posten einfach abgeben? Daher unterstützt nun Bernanke mit seinen aktuellen Massnahmen auch die Demokraten um Obama im Wahlkampf - denn bleibt Obama, bleibt auch Bernanke. Somit werden auch in den kommenden Wochen vor der Wahl von Seiten der FED positive Kommentare kommen, die Wirtschaft und Aktienmarkt stützen. Dies hilft Obama bei der Wiederwahl, denn die US-Amerikaner lassen sich beim Urnengang bekanntermassen von den Gefühlen der wenigen Wochen vor der Wahl stark leiten. Nach der Wahl wird auch der US-Dollar weiter zum Abschuß freigegeben.
Mit besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Jürgen Wechsler
www.fxtrainer.de

Die Geldschleusen werden weiter geöffnet!

9. September 2012

Mit der Ankündigung der EZB unbegrenzt Staatsanleihen schwacher EURO-Länder aufzukaufen kann Mario Draghi für eine mittelfristige Stabilisierung des EURO sorgen. Damit kann die EZB auch als Teilersatz für den ESM dienen. Die Politik ist also nicht mehr so stark auf das Bundesverfassungsgericht und deren Entscheidung angewiesen. Die Durchführung der Staatsanleihenkäufe bringt jedoch eine direkte Staatsfinanzierung mit sich - und das ist längerfristig der Tod jeder Währung - RIP EURO. Bis dahin können wir uns noch einer zwischenzeitlichen Stärkung des EURO erfreuen.
Viel Erfolg!
Ihr
Jürgen Wechsler
www.fxtrainer.de

Der US-Dollar wird sich die kommenden Wochen abschwächen

26. August 2012

Der US-Dollar hat nun mit Wochenschluß ein deutliches mittelfristiges Verkaufssignal geliefert (aktuell 1,2514 USD pro EUR). Sichern Sie nun Ihre USD-Erlöse und USD-Wertpapierbestände für die kommenden 3 -6 Monate ab. Auch die USA werden nun von schwächeren Wirtschaftsdaten eingeholt.
Mit den besten Wünschen für Ihren persönlichen und finanziellen Erfolg
Ihr
Jürgen Wechsler
www.fxtrainer.de